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Frage & Antwort
Fragen zur Hohenheimer Einfachbeute
 
Frage:
Da ich meine Hobbyimkerei von Trogbeuten auf die „Hohenheimer Einfachbeuten“ im Zandermaß umstellen möchte und diese von Dr. Pia Aumeier in den diesjährigen Monatsbetrachtungen beschrieben werden, habe ich folgende Fragen:
Kommt es bei den Zargen ohne Auflageschienen für die Rähmchen nicht zum Verkitten derselben und zum Zerdrücken der Bienen?
Ist die Kippkontrolle auch mit vollem Honigraum möglich – also das An- heben der zwei Zargen, Vorziehen und Aufkippen mit hohem Gewicht?
Wer stellt die Zanderbeuten mit der Schubladenausführung her?

Gerhard Hörl
gerhard.hoerl@t-online.de


Antwort:
Ich habe zwei Jahre lang an einem deutschen Bieneninstitut beobachten können, wie Imkermeister und Lehrlinge den Winter mit dem Entfernen, Reinigen, Reparieren und Neu-Einschrauben der Metall-Auflageschienen verbrachten. Diesen Aufwand halte ich nicht für gerechtfertigt, da er keine wesentlichen Vorteile für Bienen oder das Handling an ihnen bringt. Meine Rähmchen fasse ich an den Ohren an (lange Ohren, Zander), somit sitzen dort beim Zurückhängen der Rähmchen eh keine Bienen. Von der Innenkante der Zarge verschwinden sie – falls dort mal welche sitzen sollten – sobald ich mich mit dem Rähmchen nähere. Das Problem mit den zerquetschten Bienen ist mir also völlig unbekannt.
An den Auflageflächen der Ohren werden die Rähmchen nicht verkittet – über den Winter jedoch an den Flächen, an denen die Rähmchen seitlich aneinander stoßen. Egal wie viel und wo Ihre Bienen kitten, mit dem Stockmeißel lassen die Rähmchen sich leicht wieder trennen. Voraussetzung dafür: Zanderrähmchen mit modifiziertem dicken Oberträger und Hoffmanns-Seitenteilen verwenden. Sie sind deutlich stabiler als meine alten Zanderrähmchen, die ich früher öfter nur noch in Einzelteilen (Oberträger mitsamt Nägeln kamen mir entgegen) aus der Beute lösen konnte.
Die Kippkontrolle kann selbst ich „Hänfling“ problemlos mit einem vollen Honigraum bewältigen. Vor dem Kippen hebe ich jedoch den Honigraum nicht ab, auch einzelne Waben daraus „besichtige“ ich nicht. So bleiben alle Waben und damit der gesamte Honigraum mit dem Absperrgitter und der 2. Brutraumzarge fest aufeinander. Mit einer Hand festgehalten und nicht bis in die Horizontale gekippt, rutscht selbst dann nix, wenn kein Falz oder Rutschleiste vorhanden sind. Ist mehr als ein Honigraum aufgesetzt, hebe ich diese vor dem Kippen ab.
Die „Hohenheimer Einfachbeute“ ist im Fachhandel erhältlich. Bitte fragen Sie Ihren örtlichen Imkereiartikelhändler oder kontaktieren Sie mich für eine Herstellerliste. Die angebotenen Ausführungen unterscheiden sich jedoch. Aus meiner Sicht sind Auflageschienen, modifizierter Unterboden mit Bausperre sowie Futtereinrichtung im Deckel unnötig kompliziert. Achten Sie zudem auf Schubladen, die sich auch bei Feuchtigkeit nicht verziehen können und einen umlaufenden Rand haben.

Dr. Pia Aumeier
Am Dornbusch 8
44803 Bochum
Pia.Aumeier@rub.de

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