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Welt ohne Bienen
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Alison Benjamin und Brian McCallum
Welt ohne Bienen
Wie das Sterben einer Art unsere
Zivilisation bedroht
Aus dem Englischen von Helmut Dierlamm
Fackelträger Verlag Köln 2009
286 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-7716-4418-5
Preis 19,95 €
Jährlich im April klettern in der chinesischen Provinz Sichuan Tausende von Menschen mit Bambusstöcken, an deren Ende Hühnerfedern befestigt sind, in die blühenden Zweige der zahllosen Birnbäume. Sie bestäuben mühsam die Blüten von Hand, seit die Bienen durch Pestizideinsatz verschwunden sind. So schildern Alison Benjamin und Brian McCallum eine der Folgen der Welt ohne Bienen in ihrem Buch. Aber nicht nur immer raffiniertere Pestizide stehen unter Generalverdacht, auch der schrumpfende Genpool der Bienen, gentechnisch veränderte Pflanzen, Nahrungsmangel, Klimawandel, Bienenkrankheiten und Schädlinge sowie industrieller Bienenhandel und
extensive Bestäubungsimkerei sind die Wechselbeziehungen, die die weltweite Krise der Bienen beeinflussen. Die Autoren sind für ihr vorzügliches Buch weit gereist, haben weltweit mit betroffenen Imkern, Landwirten und Wissenschaftlern gesprochen und werten eine große Zahl von Quellen aus. „Wir sind es, die Honigbienen durch Unwissenheit, nicht nachhaltige Ackerbaumethoden und den Einsatz gefährlicher Chemikalien töten“, heißt es, „nur ein grundlegender Wandel in unserem Umgang mit der Honigbiene wird die Katastrophe verhindern.“ Auch wenn nicht alle geschilderten Bedingungen auf unsere Situation zutreffen, sondern eher auf die USA, beschreibt das Buch doch eindringlich die Folgen der Globalisierung in der Bienenwelt.
Gilbert Brockmann
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