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Praxisfragen
08/2010: Wie stark muss ein Brutsammler sein und wie wird er gegen Varroa behandelt?
 
Frage:
Ich will nach dem Abschleudern die komplette Brutentnahme durchführen und habe noch zwei Fragen, die mir durch den Beitrag „Vitale Völker durch komplette Brutentnahme“ in der Ausgabe 07/2009 nicht klar geworden sind.
Sollen die Brutsammler ein- oder zweizargig gebildet werden? Und wie behandle ich den Brutsammler gegen die Varroa? In der Juli-Ausgabe 2010 schreibt Dr. Ralph Büchler, dass die Ameisensäure die zuverlässigste Wirkung zeige. Im Beitrag von 2009 wurde diese nicht erwähnt. Gibt es mittlerweile neue Erkenntnisse?
Gabi.Biczysko@freenet.de

Antwort:
Die Stärke des Brutsammlers hängt natürlich davon ab, wie viele Völker Sie so behandeln wollen. 7– 8 gute Brutwaben sollten schon zusammenkommen, damit eine Einheit danach einräumig eingewintert werden kann. Stärkere Einheiten sind natürlich besser; es werden dann auch weniger Böden und Deckel gebraucht. Erfahrungsgemäß sind 16– 18 Brutwaben, die sich in zwei Zargen unterbringen lassen, ideal.
Es ist tatsächlich so, dass in den genannten Versuchen die Träufelung mit Oxalsäure (Oxuvar) eine weniger gute Wirkung gezeigt hatte. Eine mögliche Erklärung ist, dass die Verteilung in einem Sommervolk anders ist als in dem eng in der Traube sitzenden Wintervolk. Zudem ist das ca. 7-Tage-Zeitfenster nach dem Auslaufen der alten und neuer verdeckelter Brut für eine optimale Wirkung der Oxalsäure wohl nicht ausreichend. Wir empfehlen daher inzwischen, die Brutsammler nach 24 – 28 Tagen nach der Bildung zweimal mit 60%iger Ameisensäure zu behandeln. Danach wird die unterste Zarge entfernt.
Bruno Binder-Köllhofer

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07.09.2010 00:54 Uhr
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