Frage: In Ausgabe 01/2003 ist auf Seite 25 eine für mich neue Bienenkrankheit erwähnt, genannt „Akutes-Paralyse-Syndrom“, das durch einen Virus hervorgerufen wird. Mit welchen biologischen und/oder chemischen Mitteln kann dieses Virus bekämpft werden? Befinden sich die Krankheitserreger auch in den Futterwaben der „abgeflogenen“ Varroavölker? Können diese Futterwaben im Frühsommer Ablegern zugehängt werden?
Adolf Raithel
Naabweg 14, 92533 Wernberg-Köblitz
Antwort:
Wie im vorangehenden Beitrag „Viren der Honigbiene“ von R. Siede und
R. Büchler erläutert wird, stehen uns Behandlungsmittel, die direkt auf die Viren wirken, nicht zur Verfügung. Das Akute-Paralyse-Virus kann aber durch wirksame und rechtzeitige Varroabehandlung bekämpft werden.
Zur Frage möglicher Infektionswege ist zu bemerken, dass Bienenviren außerhalb des Bienenkörpers nicht sehr widerstandsfähig sind. Nur in toten Bienen und zersetzter Brut können sie überleben. Futterwaben können daher ohne Bedenken weiter verwendet werden.
Dr. Wolfgang Ritter
Am CVUA-Freiburg
Am Moosweiher 2, 79108 Freiburg
ritter@bienengesundheit.de