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Praxisfragen |
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Warum nicht einfach mit Absperrgitter umsetzen?
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In Ausgabe 04/2004, Seite 15, erläuterte Werner Gekerle, dass man Bienenvölker am besten durch das Umschneide-Verfahren oder eine Glugling-Bildung auf ein anderes Wabenmaß umsetzt. Hierzu erhielten wir von mehreren Lesern Anregungen bzw. Ergänzungsfragen mit sinngemäß gleichen Inhalten:
Frage:
Möchte man von einem kleineren Wabenmaß (DN-Maß) auf ein größeres (Zander-Maß) umsetzen, bringt man einfach die entsprechenden längeren Trageleisten an den Rähmchen an. Dann hängt man die Brutwaben in die unterste Zarge, legt ein Absperrgitter darauf und sperrt die Königin ins obere Magazin. Wäre das nicht für die Bienen und den Imker die einfachste und schnellste Lösung? Die Methode funktioniert auch, indem man verschieden große Zargen mit entsprechenden Adapter-Leisten verbindet.
Antwort: Dass die „Absperrgitter-Methode“ funktioniert, sei unbestritten. Ich habe sie jedoch bewusst nicht gewählt und vorgestellt. Sie ist nämlich im Hinblick auf die Biologie und natürliche Nestordnung der Honigbienen zu verwerfen.
Und zwar aufgrund von bedeutenden Nachteilen: Durch die Verwendung des Absperrgitters wird fast der gesamte Pollen unter diesem, in den alten Waben, eingelagert. Die Nestordnung ist gestört, und nach der Entnahme der Altwaben fehlt der Pollenvorrat. Damit die Mittelwände über dem Gitter ausgebaut werden und ein neues Brutnest geschaffen werden kann, muss gefüttert werden. Dabei wird jedoch ein Teil des Futters in den alten Waben eingelagert. Dies hat zur Folge, dass das Umsetzen fast zu einer Endlosprozedur wird.
Wie stark das Einlagern von Pollen in einer untergeschobenen, mit Absperrgitter vom Brutraum abgetrennten Zarge mit Leerwaben funktioniert, lässt sich daran ermessen, dass man diese Methode zur Gewinnung von Bienenbrot nutzen kann.
Imkermeister Werner Gekeler
Sternbergstraße 14
72525 Münsingen
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